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Neurologie & Psychiatrie
Clusterkopfschmerz: Diagnose
Clusterkopfschmerz
Der Clusterkopfschmerz ist eine seltene Erkrankung mit äußerst heftigen Attacken. Die Prävalenz beträgt 0,1%. Männer sind ca. 3-mal häufiger betroffen als Frauen. Man unterscheidet einen episodischen Clusterkopfschmerz und einen chronischen Clusterkopfschmerz. Die Erstmanifestation erfolgt meist im jüngeren oder mittleren Erwachsenenalter. Die Diagnose wird oft erst nach jahrelangem Verlauf gestellt.
Diagnostische Kriterien
| A | Mindestens 5 Attacken, die die Kriterien B-D erfüllen | |
| B | Sehr starker einseitiger Schmerz, (peri)orbital und/oder temporal, unbehandelt für 15-180 Minuten anhaltend | |
| C | Begleitend tritt mindestens eines der folgenden Zeichen auf: | |
| 1. | Ipsilaterale konjunktivale Injektion und/oder Lakrimation | |
| 2. | Ipsilaterale nasale Kongestion und/oder Rhinorrhö | |
| 3. | Ipsilaterales Lidödem | |
| 4. | Ipsilaterales Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichtes | |
| 5. | Ipsilaterale Miose und/oder Ptose | |
| 6. | Körperliche Unruhe oder Agitiertheit | |
| D | Attackenfrequenz zwischen einer Attacke jeden 2. Tag und 8-mal pro Tag | |
| E | Nicht auf eine andere Erkrankung zurückzuführen | |
Symptomatik
- Heftige einseitige Schmerzattacken, ohne Seitenwechsel, orbitofrontal betont
- Begleitet von ipsilateralen autonomen Phänomenen wie Augenrötung, Tränen des Auges und Rhinorrhö
- Oft Agitation mit unruhigem Herumlaufen oder Körperschaukeln
- Meist täglich, manchmal zu ganz bestimmten Tages- oder Nachtzeiten
- Dauer meist 1-2 Stunden
- Attacken über einen Zeitraum von einigen Wochen bis wenigen Monaten in Serien („cluster“) auftretend, gefolgt von Phasen ohne jegliche Attacke
Pathophysiologie
- Erkrankung des ZNS mit sekundären vaskulären Phänomenen
- Hypothalamus von zentraler Bedeutung
Letztes Update:24 Februar, 2009 - 13:11








